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Mit Schnellbooten in die Digitalisierung
Wie thyssenkrupp Steel Europe Innovation ins Unternehmen bringt

Neue digitale Geschäftsmodelle zielgerichtet entwickeln

Mit Ansätzen wie Open Innovation und Digital Lab erprobt die TKSE sehr schnell neue Ideen 

Die thyssenkrupp Steel Europe AG (TKSE) fördert Innovation in seinem Konzern über verschiedene Ansätze und Innovationseinheiten, die eigenständig neue Ideen finden, evaluieren und für die Praxis erproben. Das Smart Steel Pioneer Program in Berlin und das Digital Lab in Essen sind dafür zwei Beispiele. Als Innovationspartner sind unsere Experten mit an Bord.

Über die Konzepte und ihre Erfahrungen befragten wir Volker Lang und Dr. Thomas Meise, bei der TKSE zuständig für den Bereich Information Technology Managemen Digitalization and Architecture.

Smart Steel Pioneer Program

Das Smart Steel Pioneer Program der thyssenkrupp Steel in Berlin ist Teil seiner Innovationsstrategie für das Thema Digitalisierung und damit eingebettet in die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Der Open-Innovation-Ansatz dieses Programms ist nur ein, wenn auch wichtiger, Baustein dieser Strategie. Die thyssenkrupp Steel verfolgt zwei wesentliche Ziele mit dem Programm. Zum einen gibt man jungen Ingenieuren und Entwicklern die Chance, eigene Ideen oder Ideen aus Digitalisierungsinitiativen von thyssenkrupp Steel in einem inspirierenden Umfeld zu evaluieren und zu verfolgen. Zum anderen werden diese auf maximal sechs Monate freigestellten Mitarbeiter nach ihrer Rückkehr in der Linienorganisation als Multiplikatoren bzw. Change Agents dienen und das Mindset eines Start-ups mitbringen und vervielfältigen. Die Bewerbung für Berlin wurde nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern die Mentoren der Digitalisierung schlagen förderungswillige Kandidaten vor und diese werden dann von ihren jeweiligen Führungskräften für diesen Einsatz freigestellt.

Schnellbootprojekte im Digital Lab

Das Digital Lab in Essen hat einen klaren Projektfokus. Das sind die „Schnellboote“. In Berlin geht es eher um Ideen und Erfahrungen für einen nötigen Cultural Change. Das Lab in Essen greift Ideen auf, definiert Produkte durch Schnellboot-Projekte und gestaltet diese mit einem klaren Praxisbezug. Wir ziehen hier Projekt-teams für Pilotprojekte mit einer sehr kurzen Laufzeit zusammen. Unser Ziel sind ein bis vier Wochen Laufzeit. Wir geben ein Budget frei, priorisieren die Verfügbarkeit der Mitarbeiter, stellen Teams mit der richtigen, insbesondere fachlichen Skill- Mischung zusammen und nutzen externe Partner, wie etwa OPITZ CONSULTING, als Enabler für moderne Technologien. Essen ist für unsere Mitarbei-ter nah genug, um sich im privaten Bereich nicht umstellen zu müssen, und weit genug von Steel entfernt, um kreativ und kollaborativ Schnellboote zu entwickeln.

Torsten Winterberg

Director Business & IT Innovation

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Kundenzitat

„Ein strategischer Innovationspartner muss neue Ansätze vordenken und uns proaktiv zu neuen technologischen Chancen beraten, damit wir uns bei Steel permanent der Zukunft stellen können. OPITZ CONSULTING dient uns als Enabler für moderne Technologien.“

Volker Lang und Dr. Thomas Meise, TKSE Information Technology Management, Digitalization and Architecture

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Highlights

Im Digital Lab in Essen konnte die TKSE wir bereits eine App für die Optimierung der internen Logistik unseres Eisenbahnnetzes fertigstellen.

  • Startpunkt war ein bereits existierendes hundert Seiten langes Konzept, das wir komplett ignoriert haben.
  • Nachdem Entwicklungsplattform und Systemarchitektur standen, haben wir ein cross-funktionales Team zusammengestellt und die App mit den für die User Experience nötigen (mobilen) Masken gebaut.
  • Nach einem Design-Thinking-Workshop und einem ersten UX-Design wurde das Produkt mit den beteiligten Lokomotivführern getestet. Und zwar direkt auf der Lokomotive bei der Arbeit.

Diese Erkenntnisse waren entscheidend, um ein praxistaugliches Produkt zu entwickeln und die Beteiligten waren in die Entwicklung „ihrer Lösung“ eingebunden.

  • Dieser Cultural Change führte bei den Beteiligten zu einer neuen Begeisterung für „ihre“ Lösung.
  • Kulturveränderung bedeutete in diesem Fall für das Team auch, Erfolge zu feiern und zu genießen.
  • Beim Innovation Hub in Berlin zeichnen sich erste Ergebnisse ab, die unsere Erwartungen deutlich übererfüllen.
  • Seit Oktober 2017 ist die erste Welle an Pionieren aktiv und wir können bereits jetzt eine positive Entwicklung bei Multiplikatoren, dem Cultural Change und der Mitarbeiterentwicklung feststellen. 

Lessons Learned

  • Zum einen sollte man die möglichen Ansätze von Innovation verstehen, aber nicht blind die Modelle anderer kopieren, da sich Unternehmenskulturen und auch Geschäftsmodelle bzw. Produkte erheblich unterscheiden.
  • Wichtig sind der Aufbau eines eigenen Mindsets für die Digitalisierung und der Anstoß eines Cultural Change.
  • Ein weiterer, entscheidender Punkt ist eine offene Fehlerkultur, bei der Aktivität belohnt wird und nicht Fehler unnachgiebig bestraft werden. Das dünne Eis zwischen Abstrafen und Fehlertoleranz wird mittels Retrospektiven sicher begehbar. Hier benötigt man, wie wir es bei Steel haben, einen Top-Down-Ansatz. Der Vorstand und das Topmanagement tragen und treiben eine offene Fehlerkultur.
  • Wichtig ist ebenfalls, dass es nicht „den“ einen Ansatz gibt. Man muss die Erwartung klar formulieren und dann den passenden Ansatz wählen. Projekte unter Zeitdruck passen eher in das Digital Lab in Essen, während Berlin stärker auf die kulturellen Aspekte abzielt, auch wenn die Projekte dort natürlich ebenfalls einer Relevanz haben und der Dauer der Pioneer-Entsendung angepasst sind. Jede Form hat ihre Vor- und Nachteile und hängt von den jeweiligen Zielen und Erwartungen ab.
  • Und vielleicht sind auch etwas Demut und Bescheidenheit zwei wichtige Charaktereigenschaften, um zusammen mit Mut und Leistungsorientierung die Teamorientierung und Selbstverantwortung zu ermöglichen, die in der digitalen Transformation notwendig ist.

Kundeninfos

thyssenkrupp Steel Europe gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Qualitätsflachstahl. Mit rund 27.000 Mitarbeitern liefern wir hochwertige Stahlprodukte für innovative und anspruchsvolle Anwendungen in verschiedensten Industriezweigen. Kundenspezifische Werkstofflösungen und Dienstleistungen rund um den Werkstoff Stahl komplettieren unser Leistungsspektrum. Gemeinsam mit seinen Kunden entwickelt das Unternehmen eine langjährige Erfolgsgeschichte stetig weiter und prägt so globale Märkte, die Region und eine Vielzahl von leistungsstarken Branchen, darunter die Automobilindustrie, den Maschinen- und Anlagenbau, die Verpackungsindustrie und den Energiesektor. thyssenkrupp Steel Europe erfüllt die steigenden Anforderungen an immer effizientere Leichtbau- und Sicherheitsstandards, erforscht und entwickelt neue Hightech-Stähle und setzt Maßstäbe bei Oberflächen- und Verarbeitungstechnologien. Unsere intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit sichert die Grundlage für nachhaltigen Erfolg.

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