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„Wie eine Operation am offenen Herzen …“
thyssenkrupp Steel erneuert 60-Terabyte-Datenbank mit 5.500 Anwender:innen im laufenden Betrieb

Kernsystem in sieben Tagen erneuert

Es ist Montagmorgen, 7.59 Uhr, und der erste Ärger kündigt sich an: Die Zahlen und Reports für die Präsentation mit der Geschäftsführung sind nicht zu bekommen. Beim Kollegen nebenan läuft die Software so langsam, dass der Kaffee schneller kalt wird, als das Ergebnis da ist. Die Hardware ist in die Jahre gekommen. Darüber kann die neue Softwarelösung nicht hinwegtäuschen. Im Gegenteil. Gerade neue Lösungen stoßen bei einer alten Hardware an ihre Grenzen und streiken. Es kann doch nicht so schwer sein, ein paar Datenbanksysteme zu erneuern!? Naja, immerhin kann der Austausch der Hardware bei großen Datenmengen und einem 24/7-Betrieb das ganze System lahm legen. Unsere Experten halfen thyssenkrupp Steel, diese Mammutaufgabe in sieben Wochen zu lösen und erneuerten das Herzstück der Informationsverwaltung on the fly.

Die Herausforderung

tera, das Kernsystem für die Informationsverarbeitung mit 5.500 Nutzer:innen aus diversen kaufmännischen und technischen Bereichen, läuft bei thyssenkrupp Steel im Dauerbetrieb. Alle wesentlichen Reporting-Daten befinden sich auf dieser Lösung. Insgesamt mehr als 60 Terabyte.

Seit über sechs Jahren betreuten unsere Experten diese Lösung im Rahmen von Managed Services. Die Hardware, auf der tera aufsetzt, lief seit einiger Zeit am Limit. Tickets zu Systemausfällen und technischen Problemen häuften sich, Komponenten mussten öfter ausgetauscht werden als üblich und der Betrieb der Umgebung nahm mehr Raum ein, als die Bereitstellung der Daten. Kurz: Eine neue Hardware musste her.

Aber so ein Hardware-Tausch muss gut geplant sein. Ein Shutdown, bei dem die Daten mal eben exportiert und auf die neuen Maschinen importiert werden, kam bei dieser Datenmenge und Nutzung der Systeme nicht infrage. Die Nachberechnung hätte einen zu großen Datenstau verursacht.

Die Lösung

Wir entschieden uns für den Parallelbetrieb. Dabei laufen Alt-, Neu-Installation und alle Daten für eine Zeit parallel auf zwei Systemen. Auf einem Duplikat von tera Double konnten die Fachbereiche Tests durchführen, während unsere Experten den Produktivgang vorbereiteten.

Ziel war es, beide Systemumgebungen synchron zu betreiben, damit wir am Tag X nicht mehr zu tun hatten, als die neue Oracle Exadata zum Produktivsystem zu erklären und die alten Systeme abzuschalten. Für die Nutzer ergab sich nur ein kleines Zeitfenster, in dem tera nicht erreichbar war.

Nur sieben Wochen lagen zwischen der Lieferung der Hardware und der Produktivsetzung von tera auf den neuen Systemen. Sieben Wochen, in denen die Hardware geliefert und installiert, die Datenreplikation konfiguriert, eingerichtet und getestet wurde und schließlich die Produktivsetzung erfolgte. Sieben Wochen in enger Zusammenarbeit zwischen Rechenzentrumsbetreiber, Hersteller, Migrations- und Betriebsverantwortlichen sowie den Verantwortlichen und Fachbereichen bei thyssenkrupp Steel.

Marcus Kaminski

Senior Manager Sales

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Kundenzitate

„Der Stress ist abgebaut und eine Perspektive für die nächsten Jahre sorgt für Entspannung.“

Michael Musiol, Teamleiter thyssenkrupp Steel Europe AG

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Warum eine neue Hardware?

  • Störungen auf dem Datenbanksystem nahmen zu
  • Ersatzteile mussten häufig getauscht werden
  • Die Storagekapazität war mit 60 Terabyte ausgeschöpft
  • Performance-Engpässe und Zugangsprobleme sorgten für Unzufriedenheit bei den Anwendern

Erfolgsfaktoren

Dass der Hardwaretausch so schnell und reibungslos ablief, das lag vor allem auch an der offenen und direkten Zusammenarbeit aller, wirklich aller Beteiligten.
Dedizierte Ansprechpersonen seitens des Servicepartners, des Herstellers und bei thyssenkrupp Steel machten die Realisierung in so kurzer Zeit möglich.
Die vielen Beteiligten stellten uns zu Corona-Zeiten aber auch vor ungewohnte Fragen: Wer darf wann wo sein? Ist alles im richtigen Lager? Wie können wir uns zeitnah abstimmen und gleichzeitig die vorgeschriebene Distanz wahren?

Der Hardwaretausch war ein großer Erfolg:

  • Die Anzahl der technischen Support-Tickets tendierte plötzlich gegen Null. Die IT hat seitdem wieder Zeit, sich mit ihrer Kernaufgabe zu beschäftigen: der Datenbereitstellung. Die 24/7-Hotline genießt eine deutlich ruhigere Rufbereitschaft.
  • Auch die Anwender:innen erlebten die Veränderung positiv: Seit es die neue Hardware gibt, sind Daten und Reports auch morgens früh verfügbar. Auswertungen können schneller er-stellt werden und in die Applikationen kommen alle jederzeit ohne Probleme hinein – … na ja, es sei denn, man hat sein Passwort vergessen.

Daten & Fakten

tera – thyssenkrupp Steel efficient reporting and analytics mit

  • 5.500 Anwender:innen
  • 60 Terabyte Daten
  • 24-Stunden-Betrieb durch OC|Managed Services

Beteiligte Parteien waren

  • Provider und Herstelle
  • thyssenkrupp Steel Fachbereiche
  • thyssenkrupp Steel IT/Analytics Data
  • OPITZ CONSULTING
  • Oracle Exadata
  • Oracle DataGuard
  • Oracle Linux Virtual Machine
  • Oracle Service Bus

Wie konnten wir helfen?

  • Aufsetzen eines Parallelsystems für einen reibungslosen Übergang  
  • Einbeziehung der Fachbereiche in den gesamten Prozess
  • Umsetzung in nur sieben Wochen wurde möglich durch gute Erreichbarkeit, kurze Antwortzeiten und erfahrene Experten

Der Nutzen fürs Unternehmen

5.500 Anwendende aus dem kaufmännischen und technischen Bereich von thyssenkrupp Steel können jetzt wieder störungsfrei und rund um die Uhr auf

  • Daten,
  • Berichte
  • und Anwendungen

zugreifen, die sie für ihre Arbeit brauchen.

Kundeninfos

Die thyssenkrupp Steel Europe AG gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Qualitätsflachstahl. Mit rund 27.000 Mitarbeitern liefert das Unternehmen Stahlprodukte, individuelle Werkstofflösungen und Dienstleistungen für verschiedenste Industriezweige.

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